Versicherungen für Polizisten
Welche Versicherungen benötigen Polizisten?
Als Polizistin oder Polizist übernehmen Sie tagtäglich eine verantwortungsvolle Aufgabe und setzen sich im beruflichen Alltag oft Risiken aus, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten. Doch wer schützt Sie und Ihre Familie vor den Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt?
Als Polizist leisten Sie schließlich täglich wertvolle Arbeit in vielfältigen Einsatzbereichen – bspw. im Straßenverkehr, bei Demonstrationen oder in der Gefahrenabwehr. Diese Verantwortung bringt unterschiedliche Risiken mit sich, die sich je nach Dienstherrn bzw. Bundesland und Einsatzgebiet erheblich unterscheiden können. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bereits als Polizeianwärter den Grundstein für einen umfassenden Versicherungsschutz legen.
Auf Ihre Bedürfnisse als Polizeibeamter abgestimmte Versicherungen geben Ihnen die Gewissheit, auch in schwierigen Momenten gut abgesichert zu sein.
Im Folgenden erfahren Sie, welche Versicherungen für Polizisten sinnvoll sind, was es mit der Heilfürsorge auf sich hat und wie Sie Ihre Risiken im Dienst und im Privaten optimal abdecken können.
Ihre Laufbahn als Polizeibeamter
Vor der Pensionierung durchlaufen Sie als Polizist drei Phasen, in denen sich Ihr Versicherungsbedarf verändert. Je nach Lebensabschnitt sollten Ihre Versicherungen an die neuen Anforderungen angepasst werden, um optimal abgesichert zu sein. Zudem unterscheidet sich der Bedarf je nach Bundesland und den dort geltenden Regelungen zur Versorgung von Polizeibeamten.
Die Beamtenlaufbahn eines Polizisten

- Ausbildungsphase / Studium zum
- einfachen
- mittleren
- gehobenen
- höheren Dienst
- Polizeianwärter


- Probezeit
- grundsätzlich 3 Jahre (kann abw.)
- nach erfolgreichem Bestehen der Abschlußprüfung


- Voraussetzungen
- amtsärztliche Untersuchung
- positives Beurteilungsgespräch
Wir beraten Sie gerne umfassend und individuell, damit Sie in jeder Phase als Polizist den passenden Schutz genießen.
Die wichtigsten Versicherungen für Polizisten
Als Polizist führen Sie Ihren Dienst gewissenhaft aus. Mit den idealen Versicherungen schützen Sie sich vor Risiken, denen Sie selbst im Dienst ausgesetzt sind und den Schäden, die durch Sie im Dienst verursacht wurden.
Zu den wichtigsten Versicherungen für Polizeianwärter bzw. Polizisten gehören:
- Anwartschaft für Polizeianwärter und Pflegepflichtversicherung (PVB) in Bundesländern und dem Bund mit Heilfürsorge
- Beihilfekonforme Krankenversicherung (PKV) und Pflegepflichtversicherung (PVB) in Bundesländern mit Beihilfe
- Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten mit spezieller Dienstunfähigkeitsklausel / Polizeidienstfähigkeit
- Diensthaftpflichtversicherung für Polizisten
Mit jeder Versicherung sichern Sie sich während Ihrer Tätigkeit als Polizeibeamter ideal ab – und zwar ganz gleich, ob sie noch Polizeianwärter oder bereits verbeamteter Polizist sind.
Im Folgenden erläutern wir Ihnen kurz die jeweilige Polizeiversicherung.
Beihilfekonforme Krankenversicherung für Polizisten
Die Regelungen zur Krankenversicherung für Polizistinnen und Polizisten können je nach Dienstherrn und Beamtenstatus stark variieren. Dabei spielt nicht nur Ihr aktueller Status – ob Polizeianwärter, Beamter auf Probe oder Beamter auf Lebenszeit – eine Rolle, sondern auch das Bundesland, in dem Sie tätig sind. Die jeweilige Beihilfeverordnung Ihres Bundeslandes entscheidet, ob Sie Anspruch auf Heilfürsorge oder Beihilfe haben.
Unterschiede Beihilfe und Heilfürsorge für Polizeibeamte
Beihilfe oder Heilfürsorge – was unterscheidet die beiden Regelungen voneinander?
Heilfürsorge:
Die Heilfürsorge für Polizisten übernimmt Ihre Krankheitskosten in der Regel vollständig und orientiert sich dabei am Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Dennoch gibt es Leistungen, die nicht oder nicht vollständig abgedeckt sind: Dazu zählen bspw. Heilpraktikerbehandlungen, Sehhilfen oder Zahnersatz. Hier ist eine Zusatzversicherung als Ergänzung zur Heilfürsorge sinnvoll, um die Leistungen nach Ihrem Bedarf anzupassen.
Wenn Sie als Polizist Anspruch auf freie Heilfürsorge haben, sind Sie zwar nicht krankenversicherungspflichtig, müssen jedoch eine Pflegeversicherung (PVB) nachweisen.
Ab Ihrer Pensionierung ändert sich jedoch die Versorgung: Sie erhalten dann Beihilfe statt Heilfürsorge. Damit Sie auch im Ruhestande eine ideale finanzielle Absicherung erhalten, empfiehlt sich frühzeitig der Abschluss einer Anwartschaft. Dadurch frieren Sie Ihren Gesundheitszustand ein und Ihre Kosten zur Krankenversicherung richtet sich dementsprechend danach.
Beihilfe
Im Vergleich zur Heilfürsorge übernimmt Ihr Dienstherr bei der Beihilfe einen großen Teil Ihrer Krankheitskosten. Die genaue Höhe dieser Unterstützung hängt von Ihrem Familienstand, dem Bundesland und Ihrem Dienstherrn ab, liegt jedoch grundsätzlich bei mindestens 50 %.
Den verbleibenden Anteil können Sie über eine beihilfekonforme Private Krankenversicherung (PKV für Polizisten) absichern. Sollten Sie sich als Beamter jedoch für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden, entfällt Ihr Beihilfeanspruch. In diesem Fall kann eine private Zusatzversicherung sinnvoll sein, um sich umfassend abzusichern.
Während die kleine Anwartschaft für Polizeianwärter bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit ausreicht, ist die große Anwartschaft danach besonders wichtig: Sie sorgt dafür, dass Ihre Versicherungsbeiträge auch im Ruhestand stabil bleiben und schützt Sie vor unerwarteten Kosten.
Der Versicherungsbedarf für Polizisten / Polizeianwärter
Die nachfolgenden drei Säulen sind für die richtige Versorgung in der Beamtenlaufbahn eines Polizisten / Polizeianwärter elementar wichtig:
Vor der Pensionierung gibt drei Stufen, die ein Polizeibeamter durchläuft. Je nach Phase sollte der Versicherungsschutz dem neuen Bedarf angepasst werden. Allerdings gibt es ebenfalls einen unterschiedlichen Bedarf nach Bundesländern und deren jeweilige Versorgung für Polizeibeamte.
Unsere Experten der DBV unterstützen Sie gerne dabei, die für Ihre individuelle Situation passende Lösung zu finden, damit Sie stets den optimalen Versicherungsschutz als Beamter bei der Polizei erhalten.
Polizist / Polizeianwärter
1. Beihilfekonforme Krankenversicherung oder Anwartschaft
+
Pflegepflichtversicherung
2. Dienstunfähigkeitsversicherung
mit spezieller Dienstunfähigkeitsklausel (Polizeidienstfähigkeit)
3. Diensthaftpflicht
für den Sicherheitsbereich
1. Die beihilfekonforme Krankenversicherung oder Anwartschaft für Polizeibeamte
Die gesetzlichen Regelungen für Polizisten bezüglich der Krankenversicherung sind unterschiedlich ausgelegt. Dabei ist nicht nur der Beamtenstatus ein wichtiger Faktor, sondern auch das Bundesland, in welchem die Polizisten berufstätig sind. Das Bundesland und die damit verbundene Beihilfeverordnung entscheidet ob Sie die „freie“ Heilfürsorge oder die Beihilfe erhalten. Des Weiteren unterscheidet sich die Versorgung als Polizeianwärter in vielen Bundesländern von der Versorgung als Polizist auf Probe oder als Polizist auf Lebenszeit.
Folgende Regelungen gelten für Polizeianwärter (Beamte auf Widerruf):
Beihilfe
Heilfürsorge
- Berlin (gehobener und höherer Dienst)
- Niedersachsen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin (einfacher und mittlerer Dienst)
- Brandenburg
- Bremen
- Hamburg
- Hessen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Nordrhein-Westfalen
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Schleswig-Holstein
- Thüringen
Welchen Anspruch haben Polizeibeamte bzw. Beamte auf Probe oder Beamte auf Lebenszeit?
Beihilfe
Heilfürsorge
- Bayern
- Berlin
- Brandenburg
- Hamburg
- Hessen
- Niedersachsen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Thüringen
- Baden-Württemberg
- Bayern (Bereitschaftspolizei)
- Brandenburg
- Bremen
- Hessen (Teile der Bereitschaftspolizei)
- Mecklenburg-Vorpommern
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz (Bereitschaftspolizei)
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Schleswig-Holstein
Heilfürsorge: Ihr Versicherungsbedarf im Überblick
Während Ihres aktiven Dienstes bei der Polizei oder auch Bundespolizei ist eine kleine Anwartschaft bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit sinnvoll: Sie schützt Ihren Gesundheitszustand und erleichtert den späteren Übergang in eine beihilfekonforme private Krankenversicherung. Eine Pflegepflichtversicherung ist ebenfalls obligatorisch.
Für Ihre Familienangehörigen, wie Ehepartner und Kinder, besteht Anspruch auf Beihilfe, sofern keine Versicherungspflicht durch ein Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Sie können sich somit ebenfalls beihilfekonform privat krankenversichern.
Mit Eintritt in den Ruhestand endet Ihr Anspruch auf Heilfürsorge und Sie erhalten Beihilfe. Je nach Bundesland übernimmt Ihr Dienstherr dann 50–70 % der Krankheitskosten, während die restlichen 30–50 % durch Ihre Anwartschaft gedeckt werden.
In Kürze:
- Heilfürsorge gilt nur während Ihrer aktiven Dienstzeit und endet spätestens mit Ihrer Pensionierung.
- Manche Leistungen wie Zahnersatz, Sehhilfen oder Heilpraktikerbehandlungen sind nicht vollständig abgedeckt. Eine Zusatzversicherung bzw. Heilfürsorgeergänzungsversicherung schafft hier Abhilfe.
- Ihre Familienmitglieder sind nicht über Ihre Heilfürsorge versichert, können jedoch unter bestimmten Bedingungen Beihilfe beanspruchen.
- Als Polizeibeamter sind Sie verpflichtet, eine private Pflegepflichtversicherung im Tarif PVB abzuschließen.
Wenn Sie als Polizeianwärter oder Polizeibeamter Anspruch auf freie Heilfürsorge haben, ist der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung bzw. Anwartschaft für Polizisten unerlässlich. Spätestens mit Ihrem Eintritt in den Ruhestand oder im Fall einer Dienstunfähigkeit endet die Heilfürsorge und Sie benötigen eine beihilfekonforme Krankenversicherung.
Durch eine Anwartschaftsversicherung sichern Sie sich den risikofreien Übergang in die private Krankenversicherung, ohne dass Ihr Gesundheitszustand im Alter erneut geprüft wird. Dies sorgt dafür, dass Ihre Beiträge auch im Ruhestand bezahlbar bleiben und Sie von einer langfristigen finanziellen Absicherung profitieren.
Beihilfe: Ihr Versicherungsbedarf im Überblick
Als Polizeianwärter und Polizeibeamter haben Sie je nach Bundesland Anspruch auf Beihilfe (siehe oben) und benötigen somit keine Anwartschaft, sondern direkt eine beihilfekonforme Krankenversicherung (PKV). Zusätzlich ist eine Pflegepflichtversicherung erforderlich, die auch für berücksichtigungsfähige bzw. beihilfeberechtigte Familienangehörige gilt.
Nach Ihrer Pensionierung erhalten Sie, ähnlich wie Polizeibeamte mit freier Heilfürsorge, eine erhöhte Beihilfe – in den meisten Bundesländern liegt diese bei bis zu 70%. Für die verbleibenden 30% benötigen Sie eine Restkostenversicherung (PKV) sowie eine Pflegepflichtversicherung, um optimal abgesichert zu sein.
Haben Sie Fragen zur Heilfürsorge, Beihilfe oder zur PKV? Unsere Versicherungsexperten der DBV beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich.
Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten
Eine Dienstunfähigkeit als Polizist kann schnell zur existenziellen Herausforderung werden. Leider gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept, um sich gegen dieses Risiko zu schützen, doch mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten bilden Sie eine umfassende finanzielle Absicherung.
Leider sind nur wenige Versicherungsgesellschaften in der Lage, die spezifische, sogenannte „Polizeivollzugsdienstfähigkeit“ zu versichern. Das bedeutet, dass eine herkömmliche Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine einfache Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten und Polizeianwärter nicht ausreicht, um alle relevanten Risiken abzudecken. Die Anforderungen an diese Polizeiversicherung sind in diesem speziellen Bereich deutlich höher, was die Auswahl an passenden Anbietern stark einschränkt.
Je nach Beamtenstatus im polizeilichen Dienst ist eine Dienstunfähigkeit für Sie existenzbedrohend. Denn auch in jungen Jahren können Sie durch einen Unfall oder eine Erkrankung bereits erheblichen, körperlichen oder psychischen Schaden nehmen und dienstunfähig werden. Wenn Sie dann Beamter auf Widerruf oder auf Probe sind, ist eine Dienstunfähigkeit existenzbedrohend, da Sie durch Ihren Dienstherrn noch keine Unterstützung erhalten; als Beamter auf Lebenszeit drohen Ihnen erhebliche, finanzielle Folgen, da Ihr Dienstherr nur eine bestimmte Mindestversorgung übernimmt. Die Versorgungslücke gleichen Sie mit den Leistungen aus einer Dienstunfähigkeitsversicherung aus.

Um Ihnen den Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer speziellen Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten noch einmal zu verdeutlichen, ziehen wir einen kurzen Vergleich heran.
Angenommen, Sie verlieren Ihren Schießfinger. Der Verlust Ihres Schießfingers, also Ihres Zeigefingers, führt nicht zwangsläufig zu einer allgemeinen Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit. Allerdings haben Sie als Polizist in diesem Fall die Fähigkeit verloren, eine Waffe zu führen, was Sie direkt polizeivollzugsdienstunfähig macht. So heißt es:
„Der Polizeivollzugsbeamte ist dienstunfähig, wenn er den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für den Polizeivollzugsdienst nicht mehr genügt und nicht zu erwarten ist, dass er seine volle Verwendungsfähigkeit innerhalb zweier Jahre wiedererlangt (Polizeidienstunfähigkeit).“
Eine reguläre Dienstunfähigkeitsversicherung würde in diesem Fall nicht ausreichen, weshalb es somit immens wichtig ist, eine spezielle Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizeibeamte mit einer entsprechenden Klausel abzuschließen.
Zu Beginn Ihres polizeilichen Dienstes würden Sie im Falle einer Dienstunfähigkeit Ihre Entlassungspapiere erhalten. Erst mit der Verbeamtung auf Lebenszeit haben Sie Anspruch auf eine Dienstunfähigkeitsrente von Ihrem Dienstherrn. Diese Mindestversorgung liegt aktuell bei rund 1.900 Euro und steigt mit der Dauer Ihrer Dienstzeit.
Für junge Polizeianwärter und Beamte auf Probe stellt dieses Szenario jedoch ein erhebliches Risiko dar, da sie während ihrer ersten Jahre keine Absicherung durch den Dienstherrn erhalten. Die Besoldung entfällt somit zu 100%. Deshalb ist es besonders wichtig, sich frühzeitig mit einer passenden Versicherung abzusichern, die Ihnen im Falle einer Dienstunfähigkeit den nötigen Schutz bietet.
Leistungen bei Dienstunfähigkeit während der Ausbildungsphase
Sollten Sie während Ihrer Ausbildungszeit als Polizeianwärter (Beamter auf Widerruf) dienstunfähig werden, erfolgt in der Regel Ihre Entlassung. Sie werden dann nachträglich in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Da die Wartezeit von fünf Jahren für die Versorgungsansprüche meist noch nicht erfüllt ist, erhalten Sie ebenfalls keine weiteren finanziellen Leistungen aus der Deutschen Rentenversicherung. Das bedeutet konkret, dass Sie nicht nur Ihre berufliche Tätigkeit verlieren, sondern auch keine Bezüge durch den Dienstherrn erhalten. In einem solchen Fall bleibt Ihnen nur die Möglichkeit Bürgergeld zu beantragen.
Sind Beamte auf Probe bereits gut abgesichert?
Für Polizeibeamte auf Probe besteht ein ähnliches Risiko wie für Polizeianwärter: Sie erhalten nur dann Leistungen, wenn die Dienstunfähigkeit durch einen Unfall verursacht wurde, der auf Ihren Dienst bei der Polizei zurückzuführen ist. Andernfalls wird auch hier die Entlassung vollzogen und es erfolgt eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, ohne dass Ansprüche auf Versorgungsleistungen durch den Dienstherrn bestehen. Daher ist es für Sie als junger Polizeivollzugsbeamte besonders wichtig, von dem Versicherungsschutz aus einer Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizeibeamte zu profitieren.
Dienstunfähigkeit bei Polizisten auf Lebenszeit
Sobald Sie als Polizist auf Lebenszeit verbeamtet sind, entstehen Versorgungsansprüche gegenüber Ihrem Dienstherrn, die im Falle einer Dienstunfähigkeit von Ihnen geltend gemacht werden können. Leider reicht die Dienstunfähigkeitsrente in der Regel jedoch nicht aus, um Ihren gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.
Durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten schließen Sie diese Versorgungslücke und sichern Ihre Existenz.
In Kürze:
Die gesetzliche Versorgung bei Dienstunfähigkeit ist für Beamte bei der Polizei bzw. Bundespolizei unzureichend. Bei jungen Polizeibeamten (auf Widerruf oder auf Probe) fällt das komplette Gehalt weg und auch bei Polizeibeamten auf Lebenszeit bleibt eine deutliche Versorgungslücke, die Sie eigenständig schließen sollten.
Aus diesem Grund ist eine spezielle Absicherung gegen Dienstunfähigkeit besonders wichtig. Bei uns können Sie die besonderen Anforderungen und Risiken, die an Sie als Polizeibeamter oder Polizeianwärter gestellt werden und denen Sie im Dienst ausgesetzt sind, mit einer maßgeschneiderten Dienstunfähigkeitsabsicherung absichern.
Diensthaftpflichtversicherung für Polizisten
Als Polizist ist es nicht nur wichtig, eine Privathaftpflichtversicherung zu haben, sondern auch eine spezielle Diensthaftpflichtversicherung. Denn im Vergleich zur privaten Haftpflichtversicherung oder beruflichen Haftpflichtversicherung sichern Sie die Leistungen aus der Diensthaftpflichtversicherung umfassend in ihrem Polizeidienst ab.
Schließlich kann niemand ausschließen, dass er unabsichtlich einen Schaden verursacht – und in Ihrem Beruf als Polizist können diese Schäden schnell große finanzielle Ausmaße annehmen.
Besonders für Polizeibeamte wie Sie, sei es bei der Bundespolizei oder im Landesdienst, gilt, dass Sie regelmäßig in Situationen geraten, die zu Schäden führen können. Das betrifft sowohl Schäden an Dienstfahrzeugen, die bspw. entstanden sind, weil Sie im Dienst in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden oder auch mögliche Schadensersatzforderungen von Verhafteten oder Dritten.
Auch Ihr Dienstherr kann Regressansprüche geltend machen, falls Schäden an staatlichem Eigentum entstehen. Eine Diensthaftpflichtversicherung schützt Sie nicht nur vor berechtigten Forderungen, sondern wehrt auch unberechtigte Ansprüche ab – notfalls sogar vor Gericht.
Warum sollten Polizisten sich mit einer Diensthaftpflichtversicherung absichern?
Wenn Sie im dienstlichen oder privaten Bereich einem anderen Schaden zufügen, sind Sie gesetzlich verpflichtet, diesen zu ersetzen. Als Polizist sind Sie täglich in Situationen, in denen Schäden entstehen können – sei es durch kleine Missgeschicke oder durch schwere Sachschäden. Gerade im Bereich der Polizei, ob bei der Bundespolizei, der Landespolizei oder als Polizeianwärter, können solche Schäden schnell hohe Summen erreichen -, vor allem wenn Personen zu Schaden kommen.
Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Berufen ist: Während Ihrer Tätigkeit haftet grundsätzlich Ihr Dienstherr. Doch bei grober Fahrlässigkeit können Sie persönlich haftbar gemacht werden. Das bedeutet, dass Sie unter Umständen für Schäden in unbegrenzter Höhe haften müssen. Dies kann zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.
Mit dieser Polizeiversicherung erhalten Sie einen idealen Versicherungsschutz. Sie können in Ihrem Vertrag die Deckungsgrenze festlegen, bis zu welcher Höhe die Versicherung für Schäden aufkommt. Zudem gibt es viele Optionen zur Erweiterung Ihres Versicherungsschutzes, z. B. für Schäden an Dienstfahrzeugen, Verlust von Dienstschlüsseln, Schäden beim Umgang mit Waffen oder Munition oder bei der Arbeit mit Tieren im dienstlichen Einsatz.
In Kürze:
Als Polizist tragen Sie eine große Verantwortung. Für die Sicherheit der Bürger und die Durchsetzung der Gesetze können Sie nicht nur für materielle Schäden haftbar gemacht werden, sondern auch für Personenschäden. Eine Versicherung für Polizisten, die speziell die Risiken in Ihrem Dienst absichert, ist daher nicht nur sinnvoll, sondern unerlässlich für Ihren Schutz im beruflichen Alltag.
Für Gewerkschafts- und Verbandsmitglieder bieten wir zudem attraktive Sonderkonditionen. Weitere Informationen zu unseren Sondertarifen erhalten Sie direkt bei uns. Sprechen Sie am besten direkt mit einem DBV-Experten.
Haben Sie noch Fragen?
Wir haben Ihnen nun einige Versicherungen vorgestellt, die für Sie als Polizist oder Polizeianwärter, sowohl bei der Bundespolizei als auch bei der Landespolizei, besonders wichtig sind. Haben Sie bereits die passenden Versicherungen abgeschlossen?
Gern stehen wir Ihnen zur Seite und helfen Ihnen dabei, alle wichtigen Versicherungen für den Sicherheitsbereich zusammenzustellen. Mit einer individuellen Beratung finden wir gemeinsam den besten Versicherungsschutz für Sie.
Dabei berücksichtigen wir Ihre persönlichen Wünsche, Bedürfnisse sowie Ihre Ziele und finanziellen Möglichkeiten. Unser Team der DBV ist gerne für Sie da!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die besonderen Regelungen der „freien“ Heilfürsorge gelten für Beamte, die im aktiven Dienst sind und Tätigkeiten mit besonderer Gefährdung (Sicherheitsbereich) ausüben. Dazu gehören in erster Linie Polizisten, Feuerwehrleute, Justizvollzugsbeamte und Soldaten. Für diese Berufsgruppen besteht die sogenannte „freie“ Heilfürsorge und im Bereich der Bundeswehr die truppenärztliche Versorgung. Der Begriff „freie“ hat in diesem Zusammenhang heute keine Bedeutung mehr, denn auch für heilfürsorgeberechtigte Beamte gilt das Leistungspaket der Beihilfe zu 100%.
In der Heilfürsorge übernimmt der Dienstherr des Beamten die notwendigen medizinischen Leistungen zu 100 Prozent, so dass in diesem Fall keine beihilfekonforme Krankenversicherung, sondern lediglich eine Anwartschaftsversicherung und Pflegepflichtversicherung erforderlich ist. Die Leistungen werden dabei ausschließlich als Sachbezüge gewährt.
Die Heilfürsorge kann allerdings nicht von Familienangehörigen genutzt werden, sie erhalten lediglich Beihilfe. Die Heilfürsorge endet mit der vorzeitigen Entlassung in den Ruhestand (Dienstunfähigkeit) oder der Pensionierung des Beamten. Dann tritt ebenfalls die Beihilfe ein. Ab dem Tag der Pensionierung ist eine beihilfekonforme Krankenversicherung notwendig.
Für alle Heilfürsorgeberechtigten ist eine Anwartschaftsversicherung und eine Pflegepflichtversicherung obligatorisch. Ob dem Heilfürsorgeberechtigten eine kleine Anwartschaft (bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit in jedem Fall empfehlenswert) oder eine große Anwartschaft empfohlen wird, ergibt sich aus der persönlichen Situation und Lebensplanung.
Die Beihilfe wird durch die Beihilfestellen der Bundesländer oder des Bundes erbracht und funktioniert seit vielen Jahrzehnten sehr professionell. Wird eine medizinische Behandlung notwendig, reicht der Beamte die Rechnung des Arztes, des Krankenhauses oder des Apothekers bei seiner Beihilfestelle ein. Diese erstattet dann entsprechend der jeweiligen Beihilfeverordnung auf das private Konto des Beamten. Der Beamte kann zeitgleich einen Antrag auf Erstattung bei seinem privaten Versicherer, ggf. sogar schon über eine App (Hamburg und Bund), stellen und sich die Restkosten ebenfalls erstatten lassen. Die Einreichung muss aber nicht erfolgen, da einige Krankenversicherungen Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit anbieten und es sich ggf. lohnt, Rechnungen zu sammeln, bis der zu erwartende Betrag der Rückerstattung überschritten ist. In den Ausbildungstarifen zahlen einige Versicherer 50% der gezahlten Beiträge zurück, wenn keine Leistungen erbracht wurden. Die DBV zahlt sogar eine Beitragsrückerstattung, wenn Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen abgerechnet wurden.
Die Leistungen der Beihilfestelle und der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung dürfen in keinem Bundesland und auch nicht im Bund 100 Prozent übersteigen.
Der jeweilige Dienstherr gewährt Beamten sowie deren berücksichtigungsfähigen Angehörigen eine finanzielle Unterstützung im Krankheitsfall (ebenso bei Vorsorge, Impfungen und Geburtsfällen), die sogenannte Beihilfe. Die ledigen Beamten bekommen grundsätzlich 50 Prozent Beihilfe, EhepartnerInnen 70 Prozent und Kinder 80 Prozent Beihilfe. Diese Regelung gilt nicht für Hessen und Bremen. Für Beamte ist daher eine private Restkostenkrankenversicherung (beihilfekonforme Krankenversicherung) zur Ergänzung auf 100 Prozent die richtige Wahl. Möglich ist für alle Beamte ebenfalls der Basistarif. Die wichtigsten Beamtenversicherer haben sich verpflichtet, Beamtenanwärter und Beamte auf Probe zu erleichterten Bedingungen aufzunehmen. Bestimmte Beamte, wie z. B. Polizeivollzugsbeamte und Feuerwehrbeamte, haben in den meisten Bundesländern während ihrer aktiven Dienstzeit Anspruch auf die Heilfürsorge. Für Soldaten der Bundeswehr besteht mit der truppenärztlichen Versorgung ein besonderer Anspruch.
Darunter wird die vollständige Übernahme von Krankheitskosten (ebenso Vorsorge, Schutzimpfungen und Geburtsfälle) durch den Dienstherrn verstanden. Die Heilfürsorge des Dienstherrn ersetzt in diesem besonderen Fall die GKV oder PKV. Ehepartner oder Kinder können in der Heilfürsorge nicht untergebracht werden, sie haben jedoch einen Beihilfeanspruch wie die Angehörigen anderer Beamtengruppen. Mit der Pensionierung oder der Dienstunfähigkeit und dem daraus folgendem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erlischt der Anspruch auf Heilfürsorge.
Mit dem Beginn der Pensionierung besteht dann ein Beihilfeanspruch, in den meisten Fällen von 70%, der für den verbleibenden prozentualen Anteil mit einem privaten Restkostentarif auf 100 Prozent aufgefüllt werden muss. Heilfürsorgeberechtigte Beamte sollten bereits mit Beginn ihres Heilfürsorgeanspruches eine Anwartschaftsversicherung auf die beihilfekonforme Krankenversicherung abschließen. In der Regel wird dies in Verbindung mit der Pflegepflichtversicherung gemacht. Bei der Wahl der Anwartschaft stehen rund 40 Versicherer in Deutschland zu Verfügung, wovon aber nur eine Hand voll in der Lage ist, die notwendige Sicherheit auch über Jahrzehnte zu bieten. Neutrale oder gar unabhängig Beratung ist am Markt leider kaum zu finden. Aus diesem Grund empfehlen wir, sich von den großen fünf Spezialversicherern für Beamte Angebote erstellen zu lassen und zu vergleichen. Selbst die großen Vergleichsportale haben nicht alle Versicherer im Zugriff. Die beiden größten Versicherer für den Öffentlichen Dienst arbeiten nicht mit Vergleichsportalen oder Maklern zusammen.
Für Beamtenanwärter und Beamtenanwärterinnen, also Beamte auf Widerruf, gibt es besonders günstige Ausbildungsbeiträge. Der Leistungsumfang unterscheidet sich nicht von den Normaltarifen für Beamte. Der günstige Beitrag wird von den Versicherern angeboten, da noch keine Altersrückstellungen gebildet werden müssen. Dies erfolgt erst mit der Verbeamtung auf Probe, also nach dem Referendariat oder einer anderen Ausbildung. Der Beitrag für diese Tarife liegt deutlich unter dem Beitrag für die GKV. Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter müssen Sie sich vor Beginn der Ausbildung oder des Referendariats entscheiden, ob die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV oder die beihilfekonforme Krankenversicherung die passende Lösung ist.
Bei der Wahl des beihilfekonformen Krankenversicherers ist neben den Beiträgen als Anwärter auch bzw. gerade der danach geltende Beitrag und die Größe des Versichertenkollektivs relevant.
Sollte nach dem Ausbildungsende keine Übernahme ins Beamtenverhältnis erfolgen, ist die Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse nur unter diesen Voraussetzungen möglich:
- Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses
- Eintritt in die Familienversicherung des Partners
Sollte beides nicht möglich sein, muss innerhalb von sechs Monaten nach Wegfall des Beihilfeanspruches der Versicherungsschutz auf 100 Prozent aufgestockt werden, um keine Lücke im Versicherungsschutz zu haben. Eine Gesundheitsprüfung bei der erneuten Aufnahme einer verbeamteten Tätigkeit wird hierdurch ebenfalls vermieden.
Bei Eintritt in die GKV sollte in jedem Fall eine Anwartschaftsversicherung, die zwischen einem und rund zehn Euro im Monat kostet, abgeschlossen werden, damit keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist.
Die richtige private beihilfekonforme Krankenversicherung
In einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung bestehen neben der Möglichkeit die Beihilfe des Dienstherrn zu erhalten auch viele weitere Vorteile:
- schnellere Terminvergabe bei allen Ärzten
- freie Medikamentenvergabe ohne Budgetierung
- vertraglich vereinbarte Leistungen beim Versicherer
- Beitragsrückerstattung von der Krankenversicherung bei Leistungsfreiheit*
*Einige Versicherer zahlen die Beitragsrückerstattung auch bei Inanspruchnahme von Leistungen für Vorsorge und Schutzimpfungen, andere zahlen in diesem Fall keine Beitragsrückerstattung.
Auch Referendarinnen und Referendare, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter haben einen Anspruch auf Beitragsrückerstattung. Es stellt sich also nicht die Frage, ob es sinnvoll ist, die Beihilfe in Anspruch zu nehmen und sich privat zu versichern, sondern welche Krankenversicherung und welcher Tarif am besten geeignet ist.
Jeder Mensch hat einen anderen Versicherungsbedarf, weshalb pauschale Angebote komplett falsch sind. Erst auf Grundlage einer guten und ausführlichen Beratung sowie Prüfung der Krankenakte kann ein passendes Angebot erstellt werden. Theoretisch gibt es rund 40 Versicherungsgesellschaften die Beamte krankenversichern können, diese Anzahl reduziert sich nach kurzer Prüfung aber schnell auf rund fünf Gesellschaften, denn bei den übrigen Gesellschaften sind die Kollektive zu klein, um langfristige Sicherheit zu geben.
Die Beihilfe zur privaten beihilfekonformen Krankenversicherung
Eine private beihilfekonforme Krankenversicherung lohnt sich für verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer sowie Anwärterinnen und Anwärter vor allem aufgrund der Beihilfe des Dienstherrn. Für eine 100%íge private Krankenversicherung muss ein Beamter nur einen 50%igen Beitrag zahlen.
Unterschiedliche Regelungen bei der Beihilfe der Bundesländer und des Bundes
Grundsätzlich haben eine verbeamtete Lehrerin oder ein verbeamteter Lehrer die freie Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung.
Der Dienstherr beteiligt sich mit mindestens 50% an den tatsächlich entstehenden Krankheitskosten, Kosten für Vorsorge, Schutzimpfungen und Geburten, die anderen 50% müssen privat versichert werden. Einige Bundesländer (Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg und Thüringen) übernehmen auch 50% der Kosten einer gesetzlichen Krankenversicherung, jedoch zahlt ein Beamter mit einer Besoldung ab A10 deutlich mehr als in der beihilfekonformen Krankenversicherung und es sind schlechtere medizinische Leistungen versichert. Die pauschale Beihilfe ist nur für wenige Beamte eine echte Alternative, hierzu zählen schwer erkrankten Beamte, Geringverdiener und Teilzeitkräfte.
Für die meisten Beamten liegt die Beihilfe bei genau 50%. Die Beihilfebemessungssätze bestimmen hier jeweils, mit wieviel Beihilfe sich der Dienstherr an den entstehenden Krankheitskosten beteiligt.
Je nach Bundesland und Familienstand gelten unterschiedliche Regelungen. Gerade Familien mit Kindern profitieren von den Beihilfeverordnungen der Bundesländer. Je nach Bundesland gibt es einen höheren Beihilfesatz für das jeweilige Kind (z.B. 80 %) oder alle versicherten Personen (z.B. 5% Zuschlag je weiterer beihilfeberechtigter Person). So bekommen Beamte mit zwei Kindern z.B. in Bremen 60% Beihilfe und in Niedersachsen sogar 70%.
Die Beiträge der beihilfekonformen Krankenversicherung orientieren sich nicht am Einkommen des Beamten, sondern am gewählten Versicherungsschutz, dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand bei Abschluss des Vertrages. Eine spätere Beitragsanpassung wegen Verschlechterungen des Gesundheitszustandes oder des Alters ist nicht möglich. Es gilt in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung der Grundsatz, dass der Beitrag langfristig günstiger ist, je eher man sich versichert.
Die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung
Für verbeamteter Lehrerinnen und Lehrer hat die private beihilfekonforme Krankenversicherung nur Vorteile, abgesehen von dem kleinen Verwaltungsaufwand, den man damit hat, die Rechnungen der Ärzte zu begleichen bzw. an die Beihilfe und dem Versicherer zu senden. Dieser Verwaltungsaufwand für Beamte verringert sich gerade deutlich, da alle großen Versicherer und bereits mehrere Beihilfestellen die Abrechnung bequem per App anbieten.
Bessere und vertraglich festgeschriebene Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung sind nur zwei relevante Vorteile für Lehrerinnen und Lehrer in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung. Der Beitrag liegt bei nur rund der Hälfte und man bekommt deutlich schneller Termine bei den Ärzten, die sich ebenfalls über neue Privatpatienten freuen.
Hier nochmals die relevanten Vor- und Nachteile für verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer im Vergleich:
Vorteile der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung:
- bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung
- deutlich günstigerer Beitrag dank der Beihilfe
- keine Budgetierung, hierdurch freie Medikamentenvergabe durch die Ärzte
- schnelle Terminvergabe bei den Ärzten
- Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit
Nachteile der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung:
- Gesundheitsprüfung vor Vertragsbeginn
- Eingeschränkte Wechselmöglichkeit zurück in die gesetzliche Krankenversicherung
Garantierte Leistungen in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung
In allen gesetzlichen Krankenkassen variieren die Leistungen nach den Änderungen durch den Gesetzgeber. Mehr als 90% der Leistungen sind festgeschrieben und nur wenige Zusatzleistungen können die einzelnen Krankenkassen selbst bestimmen. In den privaten beihilfekonformen Krankenversicherungen bleiben die bei Vertragsabschluss vereinbarten Leistungen garantiert bis zum Vertragsende oder einer gewünschten Vertragsumstellung erhalten.
Leistungen sind bei Krankenversicherungen individuell wählbar. Die Entscheidung, welche Leistung inkludiert werden soll, ist gut zu überlegen, denn zum einen hat jede Zusatzleistung einen direkten Einfluss auf den Beitrag, zum anderen aber eben auch auf den Versicherungsschutz, der eventuell auch erst in 20 oder vielleicht sogar 50 Jahren wirklich wichtig wird. Gute Versicherungen bieten allerdings auch später noch über sogenannte Optionen die Möglichkeit an, den Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung zu erweitern.
Welche Leistungen sollten in jedem Fall enthalten sein?
- Freie Medikamentenwahl
- Offener Hilfsmittelkatalog
- Höchstsätze Arzthonorare
- Stationäre Psychotherapie
- Zahnarztleistungen
Welche Leistungen können wichtig werden?
- Ambulante Psychotherapie
- Kurleistungen
- Freie Krankenhauswahl
- Privatarztbehandlung im Krankenhaus
- Pflegeergänzungstarife
Welche Leistungen kann man noch vereinbaren?
- Leistungen über die Gebührenordnung der Ärzte hinaus
- Krankenhaustagegeld
- Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen, Laserbehandlungen)
- Beitragsentlastungen im Alter
- Heilpraktikerbehandlung
Die private beihilfekonforme Krankenversicherung ist für Beamte in der Regel deutlich günstiger als die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. Beamte haben fast ausnahmslos einen Anspruch auf Beihilfe des Dienstherrn an den tatsächlich entstehenden Krankheitskosten, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen und Geburten. Der Dienstherr übernimmt einen festgelegten Prozentwert der anfallenden Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen oder auch Medikamente.
In der Regel erhält ein lediger Bundesbeamter eine Beihilfe von 50 Prozent, d.h. der Dienstherr erstattet ihm die Hälfte seiner anfallenden Krankheitskosten. Auf Grund des Pflichtversicherungsgesetzes benötigt der Beamte daher eine private beihilfekonforme Krankenversicherung oder auch Restkostenversicherung genannt. Diese Krankenversicherung trägt die Hälfte seiner Gesundheitskosten, die nicht von der Beihilfe abgedeckt sind. Diese Darstellung ist sehr vereinfacht, beschreibt die Situation für Beamte aber sehr gut.
Beamte erhalten die staatliche Beihilfe
Die Höhe des Beihilfeanspruchs richtet sich nach der Bundesbeihilfeverordnung oder den jeweiligen Landesbeihilfeverordnungen. Es gibt somit 17 verschiedene Beihilfeverordnungen, auf die die beihilfekonforme Krankenversicherung abgestimmt werden muss.
Bundesbeamte mit maximal einem Kind erhalten eine Beihilfe von 50 Prozent der Krankheitskosten durch den Dienstherrn. Hat der Beamte zwei oder mehr Kinder steigt die Beihilfe auf 70 Prozent. Ehe- oder Lebenspartner von Beamten sind, wenn sie fest gelegte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, ebenso beihilfeberechtigt wie die Kinder des Beamten. Für nicht erwerbstätige Ehepartner erhalten Bundesbeamte eine Beihilfe von 70 Prozent, für Kinder 80 Prozent. Bundesbeamte im Ruhestand erhalten ebenfalls 70 Prozent Beihilfe, wodurch die Kosten für die beihilfekonforme Krankenversicherung für Pensionäre sinken.
Privat beihilfekonform versicherte Beamtinnen erhalten ein Mutterschaftsgeld
Für Frauen mit einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung kann beim Bundesversicherungsamt ein einmaliges Mutterschaftsgeld von bis zu 210 Euro beantragt werden. Vom Dienstherrn erhalten sie zusätzlich ihr Nettogehalt abzüglich einer Summe von 13 Euro pro Kalendertag im Zeitraum der Mutterschaft.
Die Beihilfe der Landesbeamten ist in den Verordnungen der 16 Bundesländer geregelt. Es gibt eine bunte Vielfalt an Beihilfeansprüchen, bis hin zur pauschalen Beihilfe in einigen Bundesländern, die sich aber nur für schwer Kranke, Teilzeitbeamte und Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen lohnen kann. Zum Beispiel zahlt die Beihilfe in Baden-Württemberg für die Erstausstattung von neugeborenen Kindern pauschal 250 Euro, in Nordrhein-Westfalen aber nur 170 Euro. In vielen Bundesländern werden keine Wahlleistungen wie ein Einbettzimmer, ein Doppelzimmer, die freie Krankenhauswahl oder die Behandlung durch den Privatarzt übernommen. In Bayern können Beamte diese Leistungen in Anspruch nehmen, zahlen dafür aber 33 Euro am Tag im Krankenhaus selbst.
Die private beihilfekonforme Krankenversicherung muss regelmäßig angepasst werden.
Ändert sich der Beihilfesatz des Beamten, zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes oder eine Scheidung, muss der private Krankenversicherungsschutz entsprechend angepasst werden, so dass die Gesamtleistung immer bei 100% liegt. Auch ein Bundeslandwechsel kann einen Bedarf an Anpassung auslösen. Um die Versorgungslücke der Beihilfe zu schließen, können Beamte bei ihrem Krankenversicherer einen sogenannten Beihilfeergänzungstarif abschließen.
Die Vorteile der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung
Beihilfeversicherungen bieten Beamten die Vorteile eines privaten Versicherungsschutzes und eines kompletten Privatpatientenstatus beim Arzt. Bei einem Krankenhausaufenthalt hat der Beamte den Status eines Privatpatienten, d.h. Beamte werden je nach gewähltem Tarif im Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer untergebracht und auf Wunsch vom Privatarzt behandelt.
Viele beihilfekonforme Krankenversicherer zahlen alternativmedizinische Behandlungen bei einem Heilpraktiker oder Arzt für Naturheilkunde. Diese Leistungen müssen sich gesetzlich versicherte Beamte bei einer Zusatzversicherung einkaufen oder selbst zahlen.
Für Bundesbeamte und Landesbeamte ist daher eine private beihilfekonforme Krankenversicherung die beste Wahl und objektiv betrachtet alternativlos. Beamte zahlen deutlich weniger für ihren Versicherungsschutz in den beihilfekonformen Tarifen als etwa ein Selbstständiger, der 100% der Kosten mithilfe seiner privaten Krankenvollversicherung versichert.
Die Anwärtertarife für Beamte in Ausbildung zeichnen sich durch besonders günstige Beiträge aus, da hier keine Alterungsrückstellungen gebildet werden müssen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Beamtenausbildung (Beamter auf Widerruf) wird der Tarif des Beamtenanwärters ohne eine erneute Gesundheitsprüfung in eine normale beihilfekonforme Krankenversicherung umgewandelt und die notwendigen Altersrückstellungen werden gebildet. In dieser Phase spricht man von einem Beamten auf Probe. Mit der Verbeamtung auf Lebenszeit ergibt sich keine besondere Veränderung im Rahmen der Beihilfe, aber ab diesem Zeitpunkt steht dem Beamten die Mindestversorgung bei Dienstunfähigkeit zu.
Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte
Durch das SGB (Sozialgesetzbuch) sind Beamte von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit. Dies bedeutet, Beamte haben die freie Wahl zwischen einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung und einer gesetzlichen Krankenkasse. Entscheidet sich der Beamte gegen die private beihilfekonforme Krankenversicherung, so muss er sich gesetzlich krankenversichern. In den seltensten Fällen ist dieses objektiv betrachtet sinnvoll. Im Gegensatz zu normale Angestellten müssten Beamte den vollen Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenkasse ohne einen Arbeitgeberanteil selbst zahlen. In den Bundesländern Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg und Thüringen gibt es die wieder eingeführte pauschale Beihilfe seit Neuestem. Die pauschale Beihilfe lohnt sich aber nur für schwer erkrankte Beamte, Beamte in Teilzeit und Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen (<A10).
Heilfürsorge für Beamte mit hoheitlichen Aufgaben/im Sicherheitsbereich
Beamte mit hoheitlichen Aufgaben oder gefährlichen Tätigkeiten sind bis zur Pensionierung oder der vorzeitigen Entlassung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit nicht beihilfeberechtigt. Für diese Beamten zahlt der Staat die Heilfürsorge, also 100% der entstehenden Kosten für Krankheiten, Vorsorge, Schutzimpfungen oder Geburten. In diesen Bereich fallen Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten. Angehörige (Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder) von Heilfürsorgebrechtigten haben einen Anspruch auf Beihilfe, wie auch Beamte, wenn sie pensioniert werden.
Ist ein Beamter nicht mehr in der Lage seinen Dienst auszuführen, sei es durch Krankheit, Unfall, psychische Erkrankungen, etc., erhält er von seinem Dienstherren ein Ruhegehalt, das allerdings deutlich unter der bisherigen Besoldung liegt. Um diese Versorgungslücke zu schließen, empfiehlt es sich eine Dienstunfähigkeitsversicherung abzuschließen, um sich vor den finanziellen Folgen solch eine Dienstunfähigkeit zu schützen .
Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist im Grunde eine Berufsunfähigkeitsversicherung die an die Bedürfnisse und Eigenheiten des Beamtenstatus angepasst ist.
Am wichtigsten ist die Dienstunfähigkeitsversicherung für „Berufsanfänger“ wie den Beamtenanwärter oder den Beamten auf Probe, da die Versorgungslücke hier noch deutlich ausgeprägter ist.
Der Unterschied zwischen der Dienstunfähigkeitsversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist klein, aber ungeheuer wichtig.
Beamte können theoretisch gar nicht berufsunfähig werden, von Amts wegen wird dieser von seinem Dienstherren als dienstunfähig erklärt.
Eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung könnte sich hier jetzt wehren und behaupten, dass keine Berufsunfähigkeit vorliegt. Für eine Berufsunfähigkeit werden nämlich ganz andere Fakten beachtet (z.b. muss ein Berufsunfähigkeitsgrad von mind. 50% nachgewiesen werden).
Daher ist für Beamte wichtig, eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit einer DU-Klause abzuschließen. Diese Klausel sagt aus, dass bei Eintritt der Dienstunfähigkeit und automatisch die Berufsunfähigkeit erklärt wird. Hiermit wird viel Ärger, Stress und Leid erspart und Sie haben Zeit, sich um das Wichtigste zu kümmern: Ihre Gesundheit.
Die Grundlagen zur Dienstunfähigkeit sind im Bundesbeamtengesetz (§44) geregelt.
Ist der Dienstherr der Meinung, dass der Beamte nicht mehr fähig ist, seinen Dienst auszuüben, kann er ihn in den Ruhestand versetzen. Hier wird dann geprüft, inwiefern Ansprüche auf ein ein Ruhegehalt bestehen.
Ist der Beamte noch keine fünf Jahre im Dienst besteht kein Anspruch auf ein Ruhegehalt. In diesem Fall wird der Beamte entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Hier besteht meist noch annähernd kein Versicherungsschutz.
Gerade zu Beginn der Tätigkeit ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung also unerlässlich.
Wenn ein Beamter, Richter, Soldat, o.ä. wegen eines gesundheitlichen oder körperlichen Grundes, dauerhaft nicht in der Lage ist, seinen Dienstpflichten nachzukommen, liegt im deutschen Dienstrecht eine Dienstunfähigkeit vor.
Bei Dienstverhältnis auf Lebenszeit wird die Person in den Ruhestand versetzt und erhält Versorgung nach den gesetzlichen Regelungen. Diese richten sich nach dem Dienstherren (Gemeinde, Land, Bund) und der Dienstgruppe (Beamter, Richter, Soldat, etc.).
Beamte auf Probe können in den Ruhestand versetzt werden, wenn die ursächliche Erkrankung ohne grobes Verschulden, während der Ausübung oder aus Veranlassung des Dienstes zugezogen wurde.
Andernfalls wird der Beamte auf Probe aus dem Dienst entlassen.
Beamte auf Widerruf können jederzeit und ohne Einhaltung einer Frist entlassen werden.
Richter (Bundesrichter und Richter der Länder) können nur in den Ruhestand versetzt werden, wenn sie schriftlich zustimmen oder wenn sie durch richterliche Entscheidung dienstunfähig erklärt werden.
Bei Bundesrichtern ist das Dienstgericht des Bundes zuständig.
Das Thema "Dienstunfähigkeitsklausel" sorgt immer wieder für Missverständnisse. Das liegt vor allem daran, dass es hier verschiedenste Ausgestaltungen und Inhalte der Dienstunfähigkeitsklauseln gibt.
Die klassische echte Dienstunfähigkeitsklausel
Die klassische echte Dienstunfähigkeitsklausel hat geleistet, wenn der Beamte wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wurde. Durch den juristischen Status der Versetzung in den Ruhestand als "unwiderlegbare Vermutung", bekam der Versicherer keine weiteren Informationen und hatte auch keine Rechte genauer zu forschen.
Das ist vor allem bei Länderbeamten ein Problem, da diese sich selbst in den Ruhestand versetzen konnten.
Das beste Beispiel ist hier die Privatisierung der Telekom und der Post in den 90er Jahren. Hier wurden viele Beamte wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Die Versicherer, die dies finanziell überlebt haben, leiden bis heute an den Folgen. Daher wird diese Klausel heute nicht mehr angewandt.
Die moderne echte Dienstunfähigkeitsklausel
Die aktuelle echte Dienstunfähigkeitsklausel setzt eine Versetzung in den Ruhestand aufgrund von Krankheit, Verletzung, Kräfteverfall oder medizinischen Gründen voraus.
Strukturelle Änderungen der Behörden o.ä. stellen heute also keinen Grund mehr für eine Leistung der Versicherer dar.
Die unechte Dienstunfähigkeitsklausel
Die "unechte" Dienstunfähigkeitsklausel verknüpft zwei Bedingungen für einen Leistungsanspruch.
Einerseits muss die Versetzung in den Ruhestand und eine Dienstunfähigkeit aus medizinischen Gründen vorliegen.
Die reine Versetzung in den Ruhestand ist nicht mehr ausreichend!
Vollständige Dienstunfähigkeitsklausel
Die vollständige Dienstunfähigkeitsklausel leistet bei Versetzung in den Ruhestand und bei Entlassung. Es können sich hier also auch Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf absichern.
Die spezielle Dienstunfähigkeitsklausel
Die spezielle Dienstunfähigkeitsklausel gilt für Beamte im Sicherheitsbereich (Polizeibeamte, Feuerwehrbeamte,...) und Beamte im Justizvollzug.
Die Faktoren, die bei der Preisermittlung einer Dienstunfähigkeitsversicherung genutzt werden, stimmen im groben mit denen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung überein.
Die wichtigsten Punkte sind u.a.:
- Alter zum Vertragsbeginn (Einstiegsalter)
- Tätigkeit
- Gesundheitszustand
- Laufzeit
- Höhe der Rente
- Zusatzbausteine
- etc.
Je früher man sich für eine Dienstunfähigkeitsversicherung entscheidet, desto günstigere Konditionen bekommt man also, weil das Risiko noch deutlich geringer ist.
Die Kosten setzen sich vor allem aus den Punkten Alter, Gesundheitszustand und der Tätigkeit des Versicherten zusammen.
Für gewöhnlich wird eine Gesundheitsprüfung vorgenommen um die Risikoeinschätzung des Versicherers zu unterstützen.
Wird bei Beamten die "Dienstunfähigkeit" festgestellt, bekommen Sie ein Ruhegehalt und Alimentation.
Wie hoch diese ausfallen, hängt von der Dienstzeit und den zuletzt erhaltenen Bezügen ab.
Grob kann man mit 35% bis 75% der letzten Dienstbezüge rechnen.
Haben Sie Ihre Versorgungslücke berechnet, kennen Sie auch den Bedarf an Ihre zusätzliche Dienstunfähigkeitsversicherung.
Nach 40 Dienstjahren hat man Anspruch auf die maximale Dienstunfähigkeitsrente von 71,75%. Dies entspricht der normalen Altersrente für Beamte.
Versorgungslücke
Die Versorgungslücke hängt stark vom Status des Beamten ab.
Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf haben deutlich weniger Schutz des Dienstherren als Beamte auf Lebenszeit und müssen dadurch eine größere Versorgungslücke mit einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherungausgleichen.
Beamte auf Widerruf haben überhaupt keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt durch den Dienstherren. Im Falle einer Dienstunfähigkeit, droht ihnen die Entlassung aus dem Dienst mit einer Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier gelten dann die gesetzlichen Regelungen zur Erwerbsminderungsrente.
Dienstbeschädigung
Wird die Dienstunfähigkeit durch einen Unfall während der Dienstzeit ausgelöst, bekommen Beamte auf Probe einen Unterhaltsbetrag vom Dienstherrn. Die Höhe richtet sich nach dem Grad der Erwerbsunfähigkeit.
Bei völliger Erwerbsunfähigkeit beträgt der Unterhaltsbetrag 66% der letzten Dienstbezüge.
Die Höhe der Dienstunfähigkeitsrente kann frei vereinbart werden. Einige Versicherer haben aber Höchstsätze, die nicht überschritten werden können.
Eine sinnvolle Höhe der Dienstunfähigkeitsrente schließt die Versorgungslücke zwischen Ruhegehalt und dem Einkommen vor dem Eintritt der Dienstunfähigkeit.
Eine Diensthaftpflichtversicherung oder auch Amtshaftpflichtversicherung ist eine besondere Haftpflichtversicherung für alle Staatsdiener, d.h. für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst. Sie schützt vor hohen Schadensersatzansprüchen, die aus Schäden während der Ausübung ihrer dienstlichen Tätigkeit entstehen. Eine reine Privathaftpflichtversicherung reicht für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes nicht aus, um alle Haftungsrisiken abzusichern. Eine private Haftpflichtversicherung übernimmt nur die Schäden, die als Privatperson verursacht wurden. Alle Schäden während der dienstlichen Tätigkeit sollten über eine Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung abgesichert werden.
Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes benötigt für ihre berufliche Tätigkeit unbedingt eine Diensthaftpflicht/Amtshaftpflicht. Der Dienstherr haftet nicht für die Schäden, die sein Beamter bzw. Angestellte des öffentlichen Dienstes während seiner Dienstzeit verursachen. Haftbar gemacht werden kann der Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst selbst - persönlich und unbegrenzt. In der Realität kommen solche Ansprüche und Schäden häufiger vor, als man denkt. Gerade Lehrer, Soldat, Feuerwehrfrau/Feuerwehrmann oder Polizist haben ein unerwartet höheres Gefahrenpotenzial als viele andere Berufe. Für Schäden, die während der Dienstzeit/Amtszeit einem Dritten zugefügt werden, kann der Beamte selbst haftbar gemacht werden. Wenn ein Lehrer während eines Klassenausfluges die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht vorgeworfen wird, kann dies schon ein Diensthaftpflichtfall werden. Alle Eltern können schnell nachvollziehen, wie schwierig es ist, einer Gruppe von Kindern im Griff zu haben und wie schnell dabei etwas unvorhergesehenes passieren kann. Der Verwaltungsangestellte muss für finanzielle Schäden aufkommen, wenn er Fehler im Rahmen seiner dienstlichen Tätigkeit macht. Das Bundesbeamtengesetz (§78 Haftung) und der §839 BGB besagen, dass Beamte und alle Arbeiter/Angestellte des öffentlichen Dienstes für Schäden haften, die durch eine Dienstpflichtverletzung dem Dienstherrn oder Dritten entstehen. Nicht nur Lehrer und Polizisten, sondern auch alle anderen, die von Bund und Ländern bezahlt werden, unter anderem Angestellte im Sozialamt und Justizdienst, Bundesbeamte, Rechtspfleger, Staatsanwälte, Richter, Zoll- und Verwaltungsbeamte sowie Soldaten der Bundeswehr haften für Ihre im Dienst verursachten Schäden. Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden können durch den Anspruchsteller gegen den jeweiligen Dienstherrn oder der Behörde geltend gemacht werden. Typischerweise ergeben sich hierdurch für die Staatsdiener Regressforderungen des Dienstherrn, sollte dieser aufgrund von fahrlässigem Verhalten seines Beamten oder Angestellten zu Schadensersatz verpflichtet werden. Eine Diensthaftpflichtversicherung kann von allen Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes abgeschlossen werden. Für wenige Beamtenverhältnisse ist eine Diensthaftpflichtversicherung nicht möglich, dies sind Ärzte, Hebammen, Rettungssanitäter. Diese Berufsgruppen können aber eine Berufshaftpflichtversicherung separat abschließen.
Die Kosten einer Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung und Vermögensschadenversicherung errechnen sich wie folgt:
- Dienstliche Tätigkeit
- die eingeschlossenen Leistungen
- die Höhe der Deckungssummen
- Einschluss einer Selbstbeteiligung
Je nach Tätigkeit kostet eine Diensthaftpflichtversicherung von rund 6 Euro im Jahr für Lehrer, Verwaltungsbeamte etc. bis hin zu 55 Euro im Jahr für Beamte im Sicherheitsbereich wie z.B. Feuerwehr, Bundeswehr, Zoll und Polizei.
Beamte mit dem Bedarf einer echte Vermögensschadendeckung (z.B. Richter, Staatsanwälte oder Amtsleiter) müssen mit Beiträgen zwischen 15 bis 150 Euro pro Jahr rechnen. Die Höhe richtet sich hier nach der gewünschten Deckungssumme von 25.000 Euro bis 500.000 Euro.
Auch die Zahlungsweise hat einen Einfluss auf den Beitrag, so ist die jährliche Zahlweise bei einer Diensthaftpflichtversicherung in der Regel günstiger als eine ratierliche Zahlweise.
Stiftung Warentest empfiehlt eine Mindestversicherungssumme von 10 Millionen Euro bei der privaten Haftpflichtversicherung. Bei der DBV sind Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst bei der Diensthaftpflichtversicherung mit 20 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden versichert. Der Kfz- und Geräteregress ist mit 100.000 Euro versichert.
Eine Diensthaftpflichtversicherung ist allein deshalb notwendig, weil es nicht absehbar ist wann und in welcher Höhe gerechtfertigte oder sogar ungerechtfertigte Ansprüche gegen Beamte/Angestellte im öffentlichen Dienst gestellt werden. Nicht nur als Privatperson, sondern auch in Ausübung der dienstlichen Tätigkeit sind Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst für Ihre Fehler verantwortlich. Je größer die Verantwortung ist, desto höher können die Schadenersatzansprüche Geschädigter sein. Neben dem Dienstherrn können auch Dritte direkte Ansprüche stellen. Ein Lehrer der seiner Aufsichtspflicht im Rahmen einer Pausenaufsicht nur einen kurzen Moment nicht nachkommt, kann schnell die Forderungen der Krankenkasse auf sich ziehen, wenn sich ein Kind in dieser Zeit verletzt. Auch der Verlust dienstlicher Schlüssel oder Code Cards kann hohe Kosten verursachen, hier hilft dann die Diensthaftpflichtversicherung.
Die Situation von Beamten und Angestellten im Öffentlichen Dienst ohne eine Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung kann sogar existenzbedrohend sein.
Im Grundgesetz ist geregelt, dass bei einer Verletzung der Amtspflicht der jeweilige Dienstherr verantwortlich ist, so kann der Dienstherr aber den Beamten bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit für die entstandenen Schäden an Dritten in Regress nehmen.
Für an Dritte geleistete Entschädigungen kann der Dienstherr somit Rückforderungen stellen. Für Arbeitnehmer, die nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TvöD) bezahlt werden gilt dasselbe.
Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst für durch leichte Fahrlässigkeit herbeigeführte Schäden nicht haften. Hierzu zählen unteranderem alltägliche Unachtsamkeiten, wie z.B. wenn versehentlich ein Glas fallen gelassen wird.
Von mittlere beziehungsweise normaler Fahrlässigkeit spricht man, wenn die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen wird. Ist z.B. ein Polizist abgelenkt und lässt deshalb einen Ladendieb entkommen.
Die Grobe Fahrlässigkeit setzt ein schweres Fehlverhalten des Beamten bzw. Angestellten im öffentlichen Dienst voraus. Vorsätzlich handelt beispielsweise ein Staatsdiener, der aus Ärger über einen direkten Vorgesetzten den dienstlichen Computer absichtlich, d.h. mit Wissen und Wollen, beschädigt. Die Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung greift bei Regressansprüchen des Dienstherrn und bewahrt Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst vor Schadensersatzforderungen bzw. begleicht diese. Für vorsätzlichen Taten besteht grundsätzlich kein Versicherungsschutz, denn hier liegt „Wissen und Wollen“ vor.
Versicherungsschutz im Rahmen einer Diensthaftpflichtversicherung können nicht nur Beamte in Anspruch nehmen, sondern auch Angestellte des öffentlichen Dienstes können und sollten diesen abschließen. Wichtig ist, dass die Haupttätigkeit des Angestellten in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes stattfindet. So können und sollten z.B. auch Erzieher, Förster, Verwaltungsangestellte, wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten oder Krankenpfleger zu den Versicherten gehören. Für Beamte ist die Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung obligatorisch und sollte ab Beginn der Ausbildung abgeschlossen werden. In Kombination mit einer Privathaftpflichtversicherung und ggf. den notwendigen Ergänzungen für anderer persönliche Risiken (Vermietung, Jagd, Sportboote, Tierhalter etc.) kann hier eine rund um perfekte Lösung zusammengestellt werden.
Die Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung schützt Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, wenn Geschädigte Schadenersatzforderungen direkt anmelden und wenn der Dienstherr sie in Regress nimmt. Das dienstliche Haftpflichtrisiko ist somit versichert.
Im Rahmen der dienstlichen Tätigkeit angerichtete Personen- und Sachschäden können ohne Versicherungsschutz schnell zum finanziellen Desaster oder gar zu existenziellen Risiken führen. Die empfohlene Mindestdeckungssumme in einer Diensthaftpflichtversicherung ist laut Stiftung Warentest 10 Mio. Euro.
Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst, die z.B. beruflich Auskünfte erteilen oder fremde Interessen verwalten benötigen eine zusätzliche Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Neben Richtern oder Staatsanwälte, für die eine Vermögensschadendeckung Standard ist, sollten ebenfalls alle anderen Beamten, die Vermögensschäden anrichten können, Versicherungsschutz haben. So kann durch Fahrlässigkeit bei der falschen Prüfung einer Steuererklärung ein immenser Vermögensschaden entstehen, gegen die sich ein Finanzbeamter absichern sollte.
Reicht für einen Beamten oder Angestellten im öffentlichen Dienst eine Privathaftpflichtversicherung oder sollten auch dienstliche/berufliche Risiken abgesichert werden? Für wen ist eine Diensthaftpflichtversicherung wirklich sinnvoll?
Die meisten Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst glauben, dass sie für ihre Fehler, die sie in Ausübung ihrer dienstlichen Tätigkeit anrichten, nicht haften. Dies ist leider nicht richtig, denn der Dienstherr kann Ansprüche an seinen Staatsdiener weitergeben bzw. Regress nehmen. Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst haften für Fehler, sofern sie grob fahrlässig oder vorsätzlich gemacht werden. Dasselbe gilt auch für Angehörige anderer Berufe im öffentlichen Dienst, die nach beamtenrechtlichen Vorschriften handeln und haften.
Das Diensthaftpflichtrisiko zu unterschätzen kann sehr teuer werden, auch wenn der Versicherungsschutz nur wenig Euro im Jahr kostet. Kommt es zu einem dienstlichen Haftpflichtschaden, für den der Staatsdiener haftet, erreicht die Schadensumme schnell Größenordnungen, die nur sehr schwer aus dem privaten Vermögen begleichen werden können. Besonders im Falle eines Personenschadens sind schnelle größere Beträge erreicht, denn neben möglichem Schmerzensgeld, lebenslangen Renten auch die Krankenkassen ihre Ausgaben fordern werden. Schmerzensgelder, Heilbehandlungskosten und lebenslange Rentenzahlungen übersteigen häufig die Millionengrenze. Aus diesen Gründen ist ein Verzicht auf eine Diensthaftpflicht/Amtshaftpflicht nicht ratsam.
In jedem Fall ist die Absicherung einer Diensthaftpflichtversicherung oder auch Amtshaftpflichtversicherung genannt, sinnvoll für die nachfolgenden Personen:
- Richter, Staatsanwälte
- Beamte der Steuerverwaltung
- Polizei-, Justiz-, Zoll- und Bundespolizeibeamte
- Lehrer
- Berufsfeuerwehrbeamte
- Verwaltungsbeamte
- Behördenleiter
- Soldaten
Wer nach beamtenrechtlichen Vorschriften handelt und dadurch haftet, sollte ebenfalls nicht auf eine Absicherung der dienstlichen Risiken verzichten. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel:
- Förster
- Postbedienstete
- Kindergärtner, Erzieher
- Pfarrer
- sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe
- Krankenpfleger und Krankenschwestern
Nicht versichert werden können im Rahmen einer Diensthaftpflichtversicherung:
- Ärzte und Tierärzte
- Bedienstete mit Tätigkeiten in der Luft-, Raum- und Schifffahrt
- Hebammen und Geburtshelfer
- Rettungssanitäter
Differenziert nach der Art der dienstlichen Tätigkeit muss der Versicherungsschutz passend gewählt werden. Wie in jedem Beruf der freien Wirtschaft birgt auch jede dienstliche Tätigkeit unterschiedliche Risiken, die es abzudecken gilt. So ist das Risiko eines Lehrers, ein anderes Risiko als dass des Feuerwehrbeamten oder Berufssoldaten.
Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst der Verwaltungen sollten als wichtige Ergänzung zur Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung, die für alle Personen- und Sachschäden aufkommt, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung haben. Gerade Fehler in Abrechnungen, verweigerte oder zu viele geleistete Zahlungen können schnell große Vermögensschäden auslösen.
Für Justiz, Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr gibt es eine spezielle Diensthaftpflichtversicherung für den Sicherheitsbereich. So ist, auch die Gefahren beim dienstlichen Umgang mit Waffen, Munition, sowie das Bewegen von dienstlichen Fahrzeugen abdecken. Ebenso ist der Verlust von Ausrüstungsgegenständen abgesichert.
Wichtig ist, dass die Diensthaftpflichtversicherung exakt zur dienstlichen Tätigkeit passt. Eine Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer ist nicht die passende Haftpflicht für Soldaten und umgekehrt.
Ein Geschädigter oder auch Anspruchsteller genannt, kann Schadensersatzansprüche nur gegenüber dem Dienstherrn des jeweiligen Lehrers, der schuldhaft seine Dienstpflicht/Amtspflicht verletzt hat, geltend machen. Im zweiten Schritt prüft aber der Dienstherr, ob der Lehrer ggf. schuldhaft gehandelt hat und nimmt Kontakt zum Lehrer auf.
Ist der Schadensfall durch grobe Fahrlässigkeit oder gar vorsätzlich entstanden, so wird der Dienstherr darüber entscheiden, ob er Ansprüche gegenüber dem Lehrer oder Referendar geltend macht. Kommt die gesetzliche Unfallversicherung des Dienstherrn nicht für einen entstandenen Personenschaden auf, wird er Regress bei seinem Lehrer oder Referendar nehmen.
Bei der Wahl der richtigen Diensthaftpflichtversicherung/Amtshaftpflichtversicherung für Lehrer und Referendare kommt es auf ein paar relevante Inhalte an:
- Schlüsselschäden (private-, berufliche- und dienstliche) sollten inkludiert sein
- Deckungssummen mindestens 10 Mio. für Personen- und Sachschäden
- Mitversicherung von Schäden am fiskalischen Eigentum
- Abhandenkommen von fiskalischem Eigentum
- Nachhaftung für später angemeldete Schäden mindestens 5 Jahre
Im Rahmen einer Diensthaftpflicht/Amtshaftpflicht oder Privathaftpflicht sollte in jedem Fall der Verlust fremder Schlüssel mitversichert sein. Eine grobe Fahrlässigkeit kann vorliegen, wenn ein Lehrer seinen Dienstschlüssel in einem nicht verschlossenen Klassenraum zurücklässt. Bei Diebstahl des Dienstschlüssel in Folge dessen, wird die Schulleitung entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen. Eventuell muss die zentrale Schließanlage der gesamten Schule getauscht werden. Schnell kommen hier Summen von 5.000 bis 25.000 Euro zusammen und dem Lehrer droht bei grob fahrlässigem Verhalten der Regress durch den Dienstherrn. Der Lehrer oder Referendar muss privat für den entstandenen Schaden und den gesamten Austausch der Schließanlage aufkommen.
Die Diensthaftpflichtversicherung oder auch Amtshaftpflichtversicherung prüft die erhobenen Regressansprüche des Dienstherrn, befriedigt berechtigte Ansprüche und weist unberechtigte Ansprüche zurück – notfalls auch als passive Rechtschutzversicherung vor Gericht.